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'Habe laut gejubelt'

Kevin Danso erzählt von seiner ersten Einberufung

Habe laut gejubelt - Kevin Danso erzählt von seiner ersten Einberufung


Kevin, Du hast als Mittelstürmer begonnen, hast Dich in einem Deiner ersten Interviews selbst als „Box to Box Midfielder“ bezeichnet und bist jetzt in die Innenverteidigung gerückt. Bist Du auf Deiner Lieblingsposition angekommen?


Kevin Danso: Ich spiele gerne als Innenverteidiger und fühle mich auf dieser Position sehr wohl. Ich kann hier meine Qualitäten gut für das Team einsetzen.

Du kommst mit 19 Jahren schon auf fünf Länderspiele, bist sowohl unter Marcel Koller als auch unter Franco Foda in der Startelf gestanden. Warum glaubst Du schenken Dir die Trainer dieses Vertrauen?

Ich bin sehr fokussiert und gebe immer 100 Prozent. Ich versuche immer die beste Leistung abzurufen. Ich denke, das schätzen die Trainer an mir.

Wie hast Du von Deiner erstmaligen Einberufung ins Nationalteam erfahren und was ist Dir durch den Kopf gegangen?

Das war ein unbeschreibliches Gefühl und zudem sehr witzig. Ich habe als erstes von unserem Athletiktrainer auf dem Gang gesagt bekommen, dass ich vorläufig nominiert bin. Ich bin um die Ecke und habe laut gejubelt. Anschließend hat mich der Team-Manager angerufen und mir meine Nominierung bestätigt. Ich war so glücklich!

Wie läuft es ab, wenn man als Neuling zum Team kommt? Bekommt man eine „Einweisung“ vom Kapitän oder von anderen Führungsspielern?

Alle im Team waren sehr nett und haben mir gleich ein gutes Gefühl vermittelt. Ich muss zugeben, ich hatte schon ein wenig Angst, dass ich als neuer Spieler vor der ganzen Mannschaft singen muss oder ein anderes Ritual auf mich wartet. Bis jetzt wurde ich verschont, aber wer weiß was noch kommt... (lacht)

Wer hat Dir in dieser Anfangszeit besonders geholfen?

Natürlich Martin Hinteregger, zu dem ich im Verein schon einen guten Draht habe. Aber die komplette Mannschaft sowie das Trainerteam hat es mir besonders leichtgemacht, mich wohl zu fühlen und meine Eingliederung so einfach wie möglich zu machen. Wir sind ein super Team.

Hast Du eine besondere Beziehung zu „Hinti“, ist er ein Vorbild für Dich?

Er ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Weggefährte und Freund für mich, der mich zu Beginn sehr unterstützt hat und wie schon gesagt, verstehen wir uns auch außerhalb des Platzes sehr gut.

Im Klub gibt es ja eine regelrechte Ösi-Connection. Profitierst Du davon – sportlich und privat?

Das ist schon ein kleiner Vorteil. Wir trainieren jeden Tag zusammen und spielen gemeinsam für zwei Teams. Dadurch bist du insgesamt eingespielter. Auch privat verstehen wir uns zudem sehr gut und verbringen auch mal unsere Freizeit miteinander. Aber es gibt natürlich noch viele weitere coole Mannschaftskollegen, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Wir haben eigentlich immer Spaß.

Hat sich Dein Standing im Verein geändert seitdem Du Nationalspieler bist?

Mir ist mein Standing ehrlich gesagt gar nicht so wichtig. Ich will immer 100 Prozent geben und meine Leistung abrufen. Wenn mir das gelingt, dann kommt alles andere von alleine.

Du bist als Nationalspieler jetzt wieder öfters in Österreich. Was verbindest Du mit dem Land und was von Österreich möchtest Du kennenlernen?

Ich mag die Menschen und die Kultur in Österreich sehr. Allgemein fände ich es super, wenn ich mehr Zeit mit meinen Freunden aus Österreich verbringen könnte. Ich esse liebend gerne Kaiserschmarrn, den verbinde ich als leidenschaftlicher Koch auf jeden Fall mit Österreich.

Du bist in einer schwierigen Phase zum Team gestoßen. Was sind Deine Hoffnungen und Erwartungen für die kommenden Jahre?

Mein großer Traum ist natürlich, einmal ein internationales Turnier wie die WM oder EURO zu spielen. Ich werde alles dafür tun, dass Österreich erfolgreich ist und wir dieses Ziel erreichen.

Wie würdest Du Dich den Fans als Fußballer und als Mensch beschreiben? Was machst Du gern außerhalb des Platzes?

Ich würde mich als zuverlässigen, motivierten Spieler bezeichnen, der immer alles für die Mannschaft gibt. Außerhalb des Platzes zocke ich Playstation, vor allem FIFA. Wenn ich frei habe spiele ich gerne Basketball oder treffe mich mit meinen Freunden und meiner Familie. Außerdem liebe ich es, zu kochen.

Hast Du einen Koch-Tipp für unsere Leserinnen und Leser auf Lager?

… nicht immer nach dem Rezept gehen, sondern manchmal auch nach dem Gefühl.

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